Sicherheit

Für aktuelle Informationen zur Sicherheitslage in den einzelnen Regionen Indonesiens verweisen wir auf die Website des Auswärtigen Amtes (siehe auch Sicher Reisen-App). Die nachstehenden Informationen sollen als Orientierung dienen.

Naturkatastrophen

Indonesien liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, dem pazifischen Feuerring, so dass es zu häufigen vulkanischen Aktivitäten sowie Erd- und Seebeben kommt und auch Tsunamis ausgelöst werden können.

Ende Juli und im August 2018 haben mehrere zum Teil schwere Erdbeben vor allem den Norden der Ferieninsel Lombok sowie Sumbawa erschüttert. Auch die Gili-Inseln Trawangan, Meno und Air waren betroffen. Ende September 2018 ereigneten sich auf der Minahasa Halbinsel, Sulawesi, mehrere Erdbeben. Es wurde eine Flutwelle ausgelöst, die in der Provinzhauptstadt Palu und Umgebung zu Überschwemmungen führte. Mitte Juli 2019 führte ein Erdbeben im Süden der Nord-Molukken Insel Halmahera zu mehreren Hauseinstürzen. Die Wiederherstellung der Infrastruktur dauert jeweils an.

Mehrere Vulkane in verschiedenen Landesteilen sind derzeit verstärkt aktiv. Dies gilt z.B. für Nord-Sulawesi, wo seit Oktober 2018 der Soputan verstärkte Aktivität zeigt. Auf der Insel Halmahera (Nord-Molukken) sind die Vulkane Ibu und Dukono permanent aktiv. Auch sei darauf verwiesen, dass Ternates Gamalama (Nord-Molukken), wenngleich derzeit eher ruhig, ein noch immer aktiver Vulkan ist, der jederzeit zum Ausbruch kommen kann. Mit Beeinträchtigungen im Flugverkehr bis zur Schließung von Flughäfen muss bei erhöhten vulkanischen Aktivitäten jederzeit gerechnet werden.

Während der Regenzeit (siehe ‚Klima‘) kann es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen, die erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen nach sich ziehen können. Bei Reisen über Land sollten die lokalen Wettervorhersagen beachtet werden.

Kriminalität

Indonesien zählt weltweit zu den Ländern mit den strengsten Drogengesetzen. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinsten Mengen und jeder Art von Drogen hart bestraft. Schon bei der Mitnahme von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten wie auch bei der Mitnahme von Gegenständen für andere Personen ist Vorsicht geboten. Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf. Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.

Terrorismus

In der Vergangenheit kam es zu vereinzelten terroristischen Anschlägen. Die indonesischen Sicherheitskräfte gehen entschieden gegen Terrorismus vor. Dennoch besteht nach Ansicht des Auswärtigen Amtes weiterhin ein erhöhtes Risiko für das ganze Land. Der Fokus liegt hierbei auf internationalen Hotels, Einkaufszentren, Diskotheken, Flugplätzen, christlichen Kirchen und westlichen oder nicht-muslimischen Einrichtungen. Insbesondere großstädtische Bereiche wie Jakarta, Bandung, Medan, Makassar und Surabaya sowie die Insel Bali, gelten als besonders anschlagsgefährdet. Es wird daher an belebten Orten und zu besonderen Anlässen zu besonderer Umsicht geraten.

In der auf den Zentral-Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon sowie in Zentral-Sulawesi um die Stadt Poso kam es in der Vergangenheit zu stärkeren Unruhen aufgrund von ethnischen und religiösen Spannungen. Wenngleich sich die Situation in beiden Regionen stabilisiert hat, wird bei Reisen in diese Regionen Vorsicht empfohlen. Für Papua und West-Papua gelten besondere polizeiliche Vorschriften und Beschränkungen für Einreise und Aufenthalt bei nicht-touristischen Aufenthalten. Reisen in die genannten Gebiete sollten nicht ohne ortskundige Begleitung unternommen werden.